Bernhard Lenz Bernhard Lenz
 

Was steht auf Ihrer Visitenkarte?
Bernhard Lenz, Lenz komponiert Möbel. Bad Gleichenberg

Beschreiben Sie kurz die Geschichte Ihres Unternehmens?
Mein Großvater hat den Betrieb 1934 gegründet. Zurzeit führe ich den Betrieb in 3. Generation.

Auf welche Arbeiten hat sich Ihr Unternehmen spezialisiert?
In erster Linie sind wir auf den kompletten Innenbereich, also privates Wohnen spezialisiert. In zweiter Linie beschäftigen wir uns sehr stark mit Akustikmöbeln und Lautsprecher.

Was macht für Sie ein gutes Produkt aus?
Es müssen Form und Funktion stimmen – im Prinzip ein Gesamtpaket. Wir beschränken uns nicht nur auf das Optische, auch die Funktion muss stimmen. Hin und wieder müssen wir unsere Kunden auf eventuelle Verbesserungen hinweisen, um ein besseres Gesamtergebnis zu erzielen

 
Tischlerei Lenz
 

Welche Ansprüche stellen Sie an Ihre Mitarbeiter?
Wenn man so klein und flexibel ist wie wir, dann muss die Arbeit einfach perfekt sein. Besonders im privaten Bereich leben wir in erster Linie von Weiterempfehlungen. Empfohlen wird man aber nur, wenn man eben dieses Quäntchen besser ist, als es der Kunde erwartet. Diesen Anspruch stelle ich auch an unsere Mitarbeiter, immer das Quäntchen mehr.

Was zeichnet einen guten Tischler aus?
Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Flexibilität und Genauigkeit.

Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit?
Es ist auf jeden Fall interessant. Man muss Entscheidungen treffen und gerade in unserer Branche und mit unserer Größe muss man flexibel sein. Man muss sich ständig neu erfinden, sonst bleibt man stehen. Diese sich immer ändernde Herausforderung macht die Arbeit so interessant.

Was ist in Bezug auf Ihre Arbeit das größte Kompliment?
Im Endeffekt ist es das Lob für das Produkt. Dies kann in Form von Weiterempfehlungen oder auch mal nur als E-Mail bei uns ankommen. Natürlich bezahlen die Kunden für unsere Arbeit, aber die Wertschätzung, die wir erfahren, ist beinahe ebenso wichtig.

Tischlerei Lenz
 

Wohin wird bzw. soll sich das Tischlerhandwerk in Zukunft entwickeln?
Ich glaube, dass einerseits Spezialisierung stattfinden wird und andererseits wird man flexibel, schnell und kurzfristig arbeiten müssen. Das ist besonders stark im Privatbereich zu merken Wenn heutzutage ein Kunde etwas haben möchte, dann möchte er es sofort haben. Ich glaube, in diese Richtung wird es sich entwickeln, auch weil es die ganze Marktwirtschaft so vorgibt: Heute klickt man etwas im Internet an und 24 Stunden später hat man es im Haus.

Welchen Rat würden Sie einem Tischlerlehrling mit auf den Weg geben?
Der Tischlerberuf ist noch als „altmodisch“ abgestempelt, aber heute ist das nicht mehr der Fall. Der Tischlerberuf ist sehr vielschichtig geworden und reicht von der Computerplanung, über die Arbeit mit diversen Materialien bis hin zur Elektronik.